In den ersten beiden Teilen haben wir nun den Grundstein für die Ansprache eines/einer Kandidat:in gelegt: Wen wir suchenwo und wie wir denjenige(n) finden. Beides liefert Informationen für die Formulierung und Ausrichtung der Kandidat:innenansprache. Wichtig ist dabei zu berücksichtigen, dass der erste Eindruck zählt. Egibt keine Chance auf einen zweiten ersten Eindruck, wenn der/die Kandidat:in beim ersten Mal nicht antwortet 

Nachdem die Sourcing Strategie entworfen und die aktive Suche gestartet wurde, entsteht eine Liste an potenziellen Kandidat:innen. Bei einer eher unspezifischen Suche oder bei einer Position, für die es viele Experten gibt, kann es hilfreich sein, das Suchergebnis in die Kategorien A und B zu unterteilen. A steht dabei für die „perfekten“ Kandidat:innen. Erfahrungsgemäß wird es davon lediglich eine Handvoll geben.

Hier lohnt es sich geduldig zu sein, auch wenn es unter den Fingern juckt, die ersten Kandidat:innen direkt anzuschreiben. Das Wissen aus den Vorgesprächen, der Recherche und der Suche kann jetzt genutzt werden, um eine geeignete Ansprache zu formulieren. Was ist dabei das Ziel? Die Kandidat:innen benötigen Informationen, worum es geht, warum das für sie spannend sein könnte und wie die nächsten Schritte aussehen.  

Dabei empfiehlt sich die Perspektive zu wechseln. Oftmals erklären wir als Unternehmen, warum der/die Kandidat:in zu uns passt. Stattdessen sollten wir erklären, warum wir zum Leben des/der Kandidat:in passen. Dieser Perspektivwechsel ist für jede Generation wichtig; auch, wenn bestimmten Generationen die Sinnerfüllung (noch) stärker zugeschrieben wird.
Unsere Frage sollte lauten: Was können wir diesem/dieser Kandidat:in anbieten?  

Dies verdeutlicht bereits einen weiteren Aspekt. Wenn wir erfolgreich sein wollen, dann ist eine individuelle Ansprache Pflicht. Selbstverständlich reagieren Menschen im richtigen Moment auch einmal auf eine Massenansprache  aber wir sollten uns immer überlegen, ob dies im Einklang mit unserer Markenbotschaft steht. Daher empfiehlt es sich, verschiedene Bausteine für die Kandidat:innenansprache zu entwerfen und diese für jede(n) Kandidat:in individuell zu ergänzen. Die Wirkung und damit der Erfolg können zunächst bei BKandidat:innen getestet werden. Sobald erste Konversationen stattgefunden haben, kann die Kandidat:innenansprache noch einmal verfeinert werden, um schließlich AKandidat:innen vollends zu überzeugen.  

Der erste Kontakt ist essenziell, da es keine zweite Chance für den ersten Eindruck gibt. Hier beginnt der Dialog zwischen potenziellem Mitarbeitenden und UnternehmenDaher ist es noch einmal wichtig zu betonen, dass Kandidat:innen A wie B gleichbehandelt werden. Schlussendlich ist es allerdings nicht nur der erste Eindruck, der zählt, sondern der gesamte Verlauf der Kommunikation. Denn dieser Eindruck bleibt.